Betrachtungen zur Maßhaltigkeit des Fahrleitungsbaukastens Re 160

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Bestandsaufnahme des Re 160-Fahrleitungsbaukastens hinsichtlich Maßhaltigkeit und zukünftigen Erweiterungswünschen.

Einzelstützpunkte

Alle Ausleger mit Regelsystemhöhe: Die Systemhöhe beträgt derzeit nur 1,70 m. Vorbildgerecht wäre 1,80 m.

Ausleger "kurve_s": Der Abzugs-Seitenhalter ist nur sehr rudimentär angedeutet und sollte ausmodelliert werden.

Ausleger "ausfaedelung": Der Fahrdraht hängt derzeit vorbildwidrig quasi direkt am Seitenhalter-Rohr. Stattdessen sollte die Seitenhalter-Klemme ausmodelliert werden. Auch die Geometrie des Auslegers weicht von der Realität ab, es gibt verschiedene Bauformen von Nachspannungen der Re 160.

Es wird gewünscht, die Ausleger zukünftig auch mit anderen Isolatoren anzubieten (Glas-, Keramikisolatoren, usw.). Ferner wird mehr Differenzierung bei den Systemhöhen gewünscht. Eine neue Verzeichnisstruktur für die Ausleger sollte dies berücksichtigen.

Quertragwerke

Die effektive Systemhöhe der Quertragwerke beträgt derzeit knapp über 1,80 m. Dies ist an und für sich nur richtig für die Fahrleitungsbauform Re 200 auf freier Strecke. Bei einer Neukonstruktion scheint es sinnvoll, eine effektive Systemhöhe von 2,00 m anzustreben (passend für Re 160 mit oder ohne Y-Seil, außerdem für Re 200 im Bahnhof). Zusätzlich hängt die Geometrie der Quertragwerke von den Masten und den Isolatoren ab.

Es ist angedacht im Ordner für Ezs-Bauteile Duplikate der bestehenden Quertragwerksmasten (Turm- und Winkelmasten) mit der passenden Geometrie zu hinterlegen. Dabei würden die Ankerpositionen der Richtseile und die Positionen der Halterplatten der Richtseilbefestigungen verschoben werden.

Flachmasten

Der bisherige Standard-Flachmast hat keine vorbildgerechte Höhe. Bei den anderen Masten weichen die Abstände der Bindebleche vom Vorbild ab. Eine Masthöhenbestimmung durch Zählung der Bindebleche ist dadurch derzeit nicht möglich.

Alle bisherigen Flachmasten verwenden das Mastprofil U100. Insbesondere die hohen Flachmasten fallen dadurch vorbildwidrig zu filigran aus.

Die Neukonstruktion der Flachmasten wurde mittlerweile abgeschlossen. Die neuen U120-Flachmasten sind unter "Catenary\Deutschland\Bauteile_Re75-Re200\U120_Flachmasten" zu finden.

Winkelmasten

Der Standardmast für Spannwerke (Gittermast_8m2.lod.ls3) hat keine vorbildgerechte Höhe.

Beiseile

Beim Abspannen des Kettenwerks kennt die derzeitige Fahrleitungs-DLL nicht die Verwendung unterschiedlicher Y-Beiseile in Abhängigkeit des Bogenhalbmessers und der Bauform des Auslegers (bogenaußen/bogeninnen). Das Vorbild verwendet bei der Re 160 mindestens sechs verschiedene Y-Beiseile.

Mögliche Verzeichnisstrukturen für einen neuen Fahrleitungsbaukasten

Vorschlag Alwin Meschede

Vorgeschlagen wird ein Verzeichnis Catenary\Deutschland\Ebs, in das nur Bauteile aufgenommen werden, deren Maßhaltigkeit geprüft wurde.

Dies wurde mit Verfügbarkeit der Re 200 ab Add-On 24 eingeführt.

Die bisherige Verteilung der Masten auf mehrere Verzeichnisse (Betonmasten im Re 250-Ordner, Flachmasten und IPB im Re160-Ordner) wird als nicht mehr sinnvoll angesehen, da Masten aller Bauformen heutzutage zusammen mit Auslegern aller Kettenwerksbauformen eingesetzt werden. Stattdessen würde man Verzeichnisse wie Catenary\Deutschland\Ebs\Flachmasten, Catenary\Deutschland\Ebs\IPB-Masten etc. schaffen.

Dies wird in zukünftigen Versionen der Ebs-Oberleitungen eingeführt.'

Anders als im DR-M-Baukasten, wo eine Differenzierung der Ausleger nach Kettenwerksbauformen nicht notwendig und sinnvoll ist, wären im westdeutschen Baukasten mindestens vier geometrisch unterscheidbare Ausleger-Bauformen zu berücksichtigen: Re 75, Re 100, Re 160, Re 200 und Re 250. In der zweiten Ebene könnte man nach Systemhöhen differenzieren. Die dritte Ebene wären die Ausleger-Längen. Nur die Ausleger-Verzeichnisse der Regel-Systemhöhe würde man in den Fahrleitungsmasten vorbelegen. Wer abweichende Systemhöhe braucht, müsste sich durchklicken. In der vierten Verzeichnisebene könnte man unterscheiden nach Stahl, Alu, Keramik, Rodurflex etc.

Anmerkungen und Vorschläge von Fabian Schöpflin

Hinweis: Diese Anmerkungen sind obsolet. Viele der Vorschläge wurden in teilweise abgeänderter Form mit Ebs-Bauteilen umgesetzt.

Dateinamen: Die Benennung der Stützpunkte für Gerade und Bögen in kurzer, langer und Seilbauweise könnte wie folgt lauten:

Beispiel: Verzeichnisname: Ezs\Re160\SH18\3m6\Keramik\, Dateiname: Ausleger-Gerade-kurz.ls3 oder Ausleger-Bogen-Seil.ls3.
Für einen erhöhten Abstand zwischen oberem und unterem Schwenkgelenk (Sba-Maß) bei bspw. höherem MVK-Maß wäre folgende Bezeichnung vorgeschlagen:
Verzeichnisname: siehe oben, Dateiname: Ausleger-Gerade-kurz-Sba24.ls3
Die Angabe erfolgt entweder als Zuschlag zur Systemhöhe oder als absoluter Sba-Wert. Bei einem standardmäßigen Sba-Maß entfällt die Angabe.

Bei der Unterscheidung zwischen der Anzahl der Isolatorschirme oder der Verwendung verschiedener Schirme an einem Ausleger könnte die Unterscheidung auch anhand des Dateinamens erfolgen: Verzeichnisname: Ebs\Re160\SH18\3m6\Glas\, Dateiname: Ausleger-Bogen-lang-Sba18-3S.ls3 für drei Schirme.

Verzeichnisstruktur: In die weitere Betrachtung der Verzeichnisstruktur sollten auch die Bauarten für freigebaute (isolierte) Ausleger (Zusatz nach Schirmanzahl: -3S-Iso) und solche mit Diagonalrohr (Zusatz: -diagonal) einfließen. Ein weiteres Verzeichnis für Sonderbauformen (z.B. Tunnel, Kompaktbauweise unter Brücken mit Tragseil, Kompaktbauweise unter Brücke mit Tragseilabspannung) und Mehrgleisausleger in Hohlkasten-, Gitterbauweise (mit und ohne Hängestütze) und Sonderform (bspw. Abzweig Sorsum) sei ebenso genannt.

Im Hinblick auf die Re 200 wäre eine weitere Unterscheidung anhand der Neigung des Stützrohrs und Seitenhalters sinnvoll. Auch für die Re 160 sind Ausleger mit geneigtem Stützrohr projektiert. Diese Unterscheidung sollte nach Möglichkeit im tiefsten Dateiverzeichnisses anhand des Dateinamens erfolgen. Die Benennung der Stützpunkte sollte weiterhin bei der Bauart Re 200 Ebs-konform mit angelenkt und umgelenkt erfolgen.